Meat is Murder - Jonathan Safran Foers "Tiere essen"

geposted von clemens
28.07.2010 21:30
Endlich erscheint am 19. August bei Kiepenheuer & Witsch das neue Werk des vielgeliebten Jonathan Safran Foer auf Deutsch. Grund genug, das Original herauszukramen und ein paar Worte darüber zu verlieren. Lang dauerte sie ja, die Übersetzung. Schließlich bezwangen Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit den englischen Text über Tiere und deren größte natürlichen Feinde: die Menschen.


 

Im Besitz der verlorenen Zeit

geposted von ole
11.07.2010 12:00
Was Javier Marías seit nunmehr drei Jahrzehnten betreibt, ist nichts anderes als professioneller Verrat an seinen eigenen Überzeugungen. Lehrt er uns doch wie kein zweiter Erzähler, dass Erzählen auch immer Lügen, Täuschen, Verraten ist. Zum Glück hat er diese Schwäche, die uns – endlich – den dritten Teil seines großen Romanepos Dein Gesicht morgen beschert.

  Fieber und Lanze und Tanz und Traum und Gift und Schatten und Abschied: die Trilogie ist nun auch in deutscher Übersetzung vollendet. © Klett-Cotta

Dichtung ist Wahrheit!

geposted von ole
13.06.2010 12:00
Sagt Der dichte Fürst. Und schreibt Gedichte über die Liebe, die der Wahrheit so nahe kommen, wie es einst nur Goethes empfindsame Verse taten. Nun ist Goethe schon lange tot, sein Erbe auf dem Thron deutscher Dichtung scheint seit jeher vakant. Doch das Interregnum findet sein Ende, Weimar weicht Hamburg, Dichtung wird Leben, ist Liebe.

 

Die letzte Ölung

geposted von julian
27.05.2010 16:00
Das Sonderherft der 11Freunde zur Fußball-WM in Südafrika ist gespickt mit guten Geschichten und es ist überfüllt mit Werbung. Auf 166 Seiten verliert der Leser die Lust am Umblättern. julian hat es trotzdem getan.


  „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es glänzt auch nicht alles was Gold ist“, wusste schon der Fußballweise Friedrich Hebbel.
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Banana Yoshimotos "Mein Körper weiß alles" + japanische Parallelwelten

geposted von clemens
03.05.2010 06:06
Zeitgenössische japanische Literatur in Deutschland? Haruki Murakami, ja klar! Aber Banana Yoshimoto? Banana? Klingt nach Pop-Literatur – ist es aber nur im weitesten Sinne. Eher Murakami-ähnliche Zweiweltlichkeit der literarischen Postmoderne Japans.


  Von Blumen und Fremden

Schwarze Galle auf weißem Grund: ein Versuch über den Unendlichen Spaß

geposted von ole
10.03.2010 16:00
Als sich David Foster Wallace am 12. September 2008 in seinem Haus im amerikanischen Claremont mit einem Strick das Leben nahm, lag noch immer keine deutsche Übersetzung für seinen ersten und zugleich gewaltigsten Roman – Infinite Jest – vor. Inzwischen ist das 1996 veröffentlichte Buch in der Übersetzung Ulrich Blumenbachs auch hierzulande erschienen – ein Unendlicher Spaß.

 

Lesung Schoengeist

geposted von artifarti
28.02.2010 11:00
Artifarti schafft Kultur.
Am 26. Februar stellten Clemens und Johanna vom Kulturmagazin zusammen mit Joël Adami und Johanna Roth eigene Texte in Münster vor. Nach einem schönen und vielseitigen Abend wird nun in den folgenden vier Tagen jeweils ein Autor einzelne Texte der Lesung veröffentlichen.

  Clemens liest. Fotos: Julian

Der einfallslose Listenreiche

geposted von julianlange
23.02.2010 09:00
Christoph Ransmayr, der die Extreme liebt, treibt sich mit seinem neuen Theaterstück selbst auf die Spitze und droht abzustürzen. Unser gast julian hat das neue Buch des österreichischen Dauerreisenden für artifarti gelesen.

  Christoph Ransmayr

Mystisch barbarisch nie gelangweilt

geposted von ole
21.01.2010 19:59
Was tut ein gutes Buch? Was macht große Kunst mit unserer Welt? Sie verwandelt das Unzugängliche in ein Ereignis, sagt Walter Benjamin. Sie produziert Akteme, sagt Gilbert Adair. Was gute Bücher betrifft, ragt eines heraus, bis an den Rand gefüllt mit Ereignissen und Aktemen: Günter Grass’ Blechtrommel. Aber was ist ein Aktem?


  Jeder Trommelschlag ein Aktem. Seit nunmehr 50 Jahren.

»Zeit und Raum aus fallender Asche und nahezu Nacht.«

geposted von ole
19.11.2009 05:30
Don DeLillo, die literarische Stimme Amerikas, ist seit vielen Jahrzehnten virtuoser Chronist der Geschichte seines Landes. Ihm haben, im Gegensatz zu vielen seiner Figuren, die Anschläge des 11. September 2001 nicht die Sprache verschlagen – wie sein 2007 erschienener Roman Falling Man beweist.


  »Qualm und Asche kamen die Straße entlanggewalzt und um die Ecken, stoben um die Ecken, seismische Qualmfluten, [...] anderweltliche Dinge im Sarg dieses Morgens ...«

Tokio Hotel mich nicht voll

geposted von clemens
09.11.2009 12:15
Das allmonatliche Ritual; Zum Plattendealer des Vertrauens düsen, vielleicht eine neue Vinyl, auf jeden Fall die noch druckfrische Intro mitnehmen. Erster Anblick, verdammt schickes Cover, zweiter Anblick, trotz Tokio Hotel. „Die Intro, immer für Überraschungen gut, ne“, gibt mir der Ladenhüter zum Denken noch mit auf den Weg. [mehr]

  So ein Artwork weckt natürlich Hoffnungen

Das Wohltemperierte Vorwort

geposted von ole
30.10.2009 03:14
„Augenblicken kann man schwer zu Dank verpflichtet sein, den sie gestaltenden Persönlichkeiten jedoch umso mehr.“ – ein elegisches Zusammenspiel von Poesie und Wissenschaft, zur Nachahmung empfohlen!